.

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home erlebnisberichte saison 2011 Belgien - Luxemburg und zurück - 2011

Belgien - Luxemburg und zurück - 2011

E-Mail Drucken
Benutzerbewertung: / 9
SchwachPerfekt 

Belgien, Luxemburg und durch die Eifel zurück. 5 Tage, 3 Länder, 720 Kilometer und viele Hügel.




Tag 1: Solingen – Liége

Wieso müssen wir eigentlich immer im Regen starten, waren meine ersten Gedanken an diesem Morgen. Doch noch während ich mit der Wahl der richtigen Klamotten beschäftigt war, brach der Himmel auf und es wurde heller. Am Horizont erschien ein in Plastik gehüllter Rennradfahrer. Als Jan seine Gummihülle abgelegt hatte ging es los in Richtung Köln.

Nachdem wir Simon eingesammelt hatten, ging es über altbekannte Strecken, bei bestem Wetter und starkem Gegenwind, hinaus aus Köln. Die Erste Pause legten wir am Ortsausgang von Düren ein.
Langsam zog es sich zu und noch immer kämpften wir im Wechsel gegen den Wind.

Die belgische Grenze passiert, begann es auch schnell zu regnen. Eine weitere Überraschung hatte der Routenplaner uns bereitet, denn abschnittsweise führte der Track über unbefestigten Untergrund. Langsam schwanden die Kräfte und auch das Gepäck machte sich bemerkbar. Die Kurzstopps mehrten sich und auch kurz vor Liége, unserem heutigen Tagesziel, hielten wir noch einmal an einer Eisdiele an. Nun ging alles ganz fix.Noch eine herrliche 15km lange Abfahrt hinunter in die City, und schon standen wir vor der zentral gelegenen Jugendherberge.
Weg und Wetter bedingt waren wir an diesem Tag insg. 10 Stunden unterwegs. Nach dem allabendlichen Ritual (duschen, Klamotten waschen) machten wir uns noch auf in die City.

Tag 2: Liége – Champlon

Noch während wir die Räder sattelten, bemerkten wir zwei MTB-Fahrer, die uns auf unserer Reise noch mehrfach begegnen sollten. Aber erst einmal ging es hinaus aus der Stadt. Bergauf versteht sich, denn irgendwie mussten wir ja heute auf die 1800 Höhenmeter bei gerade einmal 100km kommen. Die Sonne brannte – noch! Mit einigen Bergen in den Beinen hatten wir die ersten zwei Drittel geschafft, als wir die erste Pause einlegten. Kurz danach begann es dann auch zu regnen. Als wir in Champlon, einem armseligen Dorf mitten in Belgien ankamen, mussten wir noch einige Zeit nach der JHB suchen, bevor wir feststellen konnten, dass Check-In erst ab 17:00 Uhr möglich war.
Während wir warteten, kamen drei Engländer, auch mit Gepäck und Rennrädern an. Ein bisschen Smalltalk und schon ging es ab auf unser 7-Bett-Zimmer.  Als wir uns gerade auf den Weg zum einzigen Restaurant in Ortsnähe machten wollten, staunten wir nicht schlecht, als die beiden MTB-Fahrer ankamen. Noch mehr waren wir überrascht, als wir mitbekamen, dass die beiden gerade in unserem Zimmer einquartiert wurden. Nach dem Abendessen gesellten sich die beiden, Bart und Rob aus den Niederlanden, dann noch auf ein Kaltgetränk vor der JHB zu uns und es entwickelte sich eine nette Unterhaltung. Schnell stellten wir fest, dass sich unsere Wege noch einmal kreuzen würden. Aber für uns stand am nächsten Tag zunächst eine hügelige Tour in den südlichsten Zipfel von Luxemburg auf dem Programm.

Tag 3: Champlon – RemerschenGutes Wetter und eine tolle Streckenführung dominierte den Tag. Neben einigen rasanten Abfahrten und zahlreichen einsamen Landstrichen, hatten es auch die Höhenmeter zwischen Belgien und Luxemburg in sich. Nachdem ich im Vorfeld potentielle Schotterpisten, die der Routenplaner eingebaut hatte „umgeplant“ hatte  durchquerten wir auch Luxemburg Stadt, bevor wir im prallen Sonnenschein das Dreiländereck erreichten. Wie so oft waren wir der Zeit etwas voraus und genossen noch ein Kaltgetränk, bevor wir einchecken konnten. Begeisterung machte sich breit, als wir unser Zimmer in der gut ausgestatteten JHB betraten.

Tag 4: Remerschen – PrümDiese Route stauchten wir höhenmetertechnisch etwas zusammen. Machten sich doch so langsam beim einen oder anderen Mitfahrer die Strapazen der Vortage bemerkbar. Bei knackigen 30 Grad konnten wir, direkt nachdem ich meinen Platten aufgepumpt hatte, losfahren. Zunächst ging es über die Mosel zurück nach Deutschland. Nach einigen flachen Kilometern entschieden wir uns dann wieder dem Track zu folgen und machten einen Abstecher in die Weinberge. Bei Kilometer 30 überquerten wir die Mosel wieder und befanden uns wieder auf Luxemburger Seite. Die Sonne brannte, während wir uns die Hügelchen hinaufquälten und ich einen Defekt an meiner DigiCam feststellen musste. Nachdem ich bei Kilometer 50 noch einmal nachgepumt hatte, war kurz darauf Flicken angesagt. Nun ging es langsam gen Osten und kurze Zeit später überquerten wir die Sauer. Es begann zu regnen, als wir im zügigen Tempo der L1 in Richtung Norden folgten. Ein paar Berge später fanden wir uns vor einem Supermarkt wieder, um uns für die letzten Kilometer, leider wieder im Regen, zu stärken. Bei Waxweiler stießen wir auf dem Prümradweg, der uns fast vor die Tür der JHB führte. Unsere Holländischen Leidensgenossen waren schon angekommen. An diesem Abend gab es ein üppiges Abendessen um uns für den letzten Fahrtag zu stärken.
 
Tag 5: Prüm – Solingen
Um 9:00 Uhr, eine halbe Stunde früher als sonst, starten wir gen Heimat. Die Route war von unserer Frühjahrstour her bekannt. Ab Kilometer 50 sollte es tendenziell bergab gehen. Traditionell vor Simon wieder den Großteil der Tour vorne, da Jan und ich Körner für die Kilometer hinter Köln sparen mussten. Der morgendliche Nebel, der bei über 600m ü.NN ganz schön kalt war, wandelte sich im Laufe des Tages in Nieselregen. Auf halber Strecke entschied ich mich die Windweste anzuziehen, da das Thermometer mittlerweile unter 15 Grad gefallen war. Immerhin spielte der Wind halbwegs mit. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir Köln. Nun nur noch ein paar Kilometer den Rhein entlang und eben den Berg hinauf nach Hause… Um 16:00 Uhr stand ich unter der Dusche und freute mich auf die frisch gekochten Spaghetti Bolognese.


Für die Statistik:

  • 5 Fahrtage
  • ca. 720 km
  • über 6000 hm
  • 2 Pannen

 
Alle Bilder -> Zur Galerie "Belgien - Luxemburg 2011"

 

 

 
Kommentare (1)
2 wheels 1 passion
1 Freitag, den 15. Juli 2011 um 10:45 Uhr
Bumblebee
Sehr geil!
Team RadIQ on tour... :-)

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:
Titel:
Kommentar:

Besucher

heute:378
gestern:550
gesamt:379275