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Home erlebnisberichte saison 2012 Eifel 2012 - Tourbericht

Eifel 2012 - Tourbericht

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Vier Tage mit den Rennrädern durch die Eifel: Die Strecken waren mindestens genau so abwechslungsreich wie das Wetter. Der Himmel bescherte uns neben Hagel, Sonne und Regen auch ein groteskes Farbspiel. Gegenwind und Höhenmeter sorgten für dicke Beine. Die Ausstattung der Jugendherbergen war einfach, das Frühstück aber umso reichhaltiger. Viel Rückenwind und ein starkes Zugpferd bescherten uns eine entspannte Rückfahrt.



Tag 1: Solingen - Hellenthal

Bei leichtem Regen rollen wir nach Köln um Simon abzuholen. Kurz vor dem Stadtausgang kamen wir in einen heftigen Hagelschauer, vor dem wir inmitten eines Wäldchens Schutz suchten. Die nächste halbe Stunde radelten wir dann durch den Regen. Auf altbekannten Strecken genossen wir den Blick über die Felder der Voreifel, bis wir in Zülpich die erste Rast einlegten. Der Gegenwird war mit uns. Da Samstag war, deckte ich auch gleich den Bedarf für den Folgetag mit ab.
Jetzt waren es noch knapp 50 Kilometer, die sich äußerst hügelig gestalteten. Eine KackZwangspause legten wir kurz hinter Kall ein, da einer der Mitfahrer nicht mehr inne halten konnte. Gegen späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel, die Jugendherberge Hellenthal.


Tag 2: Hellenthal - Bollendorf

Nachdem wir unsere Tour mit einer langen Steigung begonnen hatten, schossen wir in hohem Tempo in Richtung Ormont. Ab hier fuhren wir über den Prümtalradweg, den wir in den Vorjahren bereits in die Gegenrichtung bereist hatten. Der Prümtalradweg ist mein aktueller Favorit unter den Radwanderwegen, weil er sich äußerst abwechslungsreich und vorallem rennradtauglich präsentiert. Neben einem guten Stück eher flacher, asphaltierter, ehemaliger Bahntrasse, wird man auch immer wieder anspruchsvolle Steigungen hinauf und hinunter geschickt. Phantastische Ausblicke über die Region und das Durchqueren kleinerer Eifeldörfer runden das Bild ab. Ab vom Radweg mussten wir uns noch über feinen "9-10%er" quälen, bevor wir Bollendorf erreichten. Hinauf zur Jugendherberge war dann schieben angesagt. Abends besichtigten wir noch die nahegelegende Villa Rustica.


Tag 3: Bollendorf - Mayen

Schiss hatten wir irgendwie alle. Hatte der Routenplaner doch für die knapp 130km über 2200 Höhenmeter errechnet. Immerhin ging es in Richtung Osten, somit war wenigstens der Wind auf unserer Seite. Es ging tatsächlich hoch und runter, auf den ersten Kilometern zeigten sich viele Relikte in den Wäldern.

Um die Mittagszeit herum erreichten wir den US-Militärflughafen Spangdahlem. Um diesen radelten wir einmal drumherum. Dafür benötigten wir ca. 20 Minuten. Während auf der Nordseite die Düsenjäger neben uns starten (Hallo Hörsturz!), präsentierte sich uns auf der anderen Seite ein kleines eingezäuntes Dorf.

Und auf einmal standen wir mitten im Wald. Bis heute ist nicht ganz klar, wie das, trotz sorgfältiger Routenplanung wieder passieren konnte, aber wir waren uns einig, dass ein Waldabschnitt zum Radwandern auch irgendwie dazugehört.



Zurück in der Zivilisation, wurden wir auf einer Landstrasse von einem Hund attackiert. Jan, der in diesem Moment das Ende unserer Kolone bildete, lies sich erst auf den Grünstreifen abdrängen, setzte dann aber zu einem heroischen Sprint und Ablenkungsmanöver an, um Bello Nero die letzten Kräfte zu entlocken. Bald erreichten wir auch schon Laufeld, wo wir auf den Maare-Mosel-Radweg (MMR) stießen, welchem wir bis Gillenfeld folgen. Nun war es nicht mehr weit. Bald erreichten wir Mayen und belohnten uns für die Anstrengungen des Tages mit einer fetten Portion Nudeln.


Tag 4: Mayen - Solingen

Zunächst galt es wieder mit kalter Muskelatur in den Berg zu starten. Heute regnete es zu allem Überfluss und wir fuhren mitten in die Wolken rein. Noch bevor wir den Rhein bei Remagen erreichten, erfuhr mein Vorderreifen infolge einer Beschädigung massiven Druckverlust. Am Rhein angekommen war es dann auch für den Rest der Tour trocken. Der Wind war mit uns und Simon leistete vorne ganze Arbeit. Die Tachonadel fiel bis Bonn selten unter die 35km/h Marke.


Bilanz:

  • 4 Fahrtage
  • über 500km
  • mehr als 5000hm
  • 2 Reifenpannen


Hier gehts zur Bildergalerie


GPS-Tracks:

Tag 1: Solingen -> Hellenthal
Tag 2: Hellenthal -> Bollendorf
Tag 3: Bollendorf -> Mayen
Tag 4: Mayen -> Solingen









 
Kommentare (1)
Schee wars
1 Donnerstag, den 26. April 2012 um 13:02 Uhr
Bumblebee
:-D
Hab gut gelacht! Über den lieben Bello (mein bislang heftigstes Rad-Tiererlebnis) und den Mitfahrer, der nicht mehr inne halten konnte (Banana Joe), bis hin zu Tag 3: Schiss hatten wir irgendwie alle... :-D War eine Runde Sache, freue mich auf die nächsten Kurbelumdrehungen auf welcher Route auch immer! More to come!

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